merkur online 01.11.2004 - Münchner Merkur, Region München Nord

Zweitligist SVL gewinnt Bayernpokal

3:1 im Finale gegen Strucks Notsechs

Lohhof - Erwartungsgemäß haben die Lohhofer Zweitligavolleyballer in Coburg die bayerische Pokalendrunde gewonnen. Im Finale setzten sich Stefan Schmidbauer & Co. gegen die vereinseigene Bayernligareserve mit 3:1 (22:25, 25:19, 25:23, 25:21) durch. Ein Ergebnis, das Bayernligacoach Christian Struck so für sein Team nicht erwartet hatte, denn Lohhof II war nur in Notbesetzung am Start. Doch da Schwabing und Günding gar nicht erst in Coburg erschienen, wurde die Endrunde auf Halbfinale und Finale reduziert. Mit dem Ausrichter Grub, seines Zeichens Landesligist, hatte Lohhof II im ersten Spiel wenig Probleme und stand damit nach einem schnellen 3:0 im Finale. Das hatten die Lohhofer Zweitligamänner mit einem ähnlich unproblematischen 3:0 gegen Bayernligavertreter Amberg ebenfalls erreicht. Keine große Herausforderung für die Meyndt-Truppe, die im Pokal zwar Siege fürs zuletzt angeknackste Selbstvertrauen sammeln, dabei aber auch die ein oder andere brenzlige Situation überstehen wollte.

Weshalb Regionalligist Schwabing mit seinen erfahrenen Spielern der Wunschgegner gewesen wäre, doch die Vereinskollegen machten ihre Sache auch nicht schlecht: Mit nur einem gelernten Annahmespieler haben die Bayernligajungs den Zweiklassenunterschied wettgemacht und den ersten Satz für sich entschieden. "Das war locker regionalligareif", zollt Stefan Schmidbauer Strucks Notsechs Respekt, vor allem Diagonalspieler Moez Ben Dhafer habe ihnen das Leben schwer gemacht. Gutes Training also besonders für die vier Zweitligayoungster Ferdinand Tille, Florian Malescha, Tom Ranner und Markus Pielmeier, die in Coburg durchgehend im Einsatz waren und diese Woche bei der Jugendnationalmannschaft sind. Der Rest des Teams bereitet sich beim "Seniorentraining" (Schmidbauer) auf den TV Rottenburg vor, der am Samstag in Lohhof zu Gast ist. In der nächsten Pokalrunde trifft der SVL in zwei Wochen auf die TG Rüsselsheim. Dem Sieger winkt ein Vergleich mit Erstligist Mendig in der ersten Hauptrunde des Deutschen Pokals.

Silke Nörenberg